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Schnellladesäule in Lambsheim eingeweiht


Die Verbandsgemeinde und die Firma GAIA feierten am vergangenen Freitag gemeinsam mit rund 50 Gästen, Bürgerinnen und Bürgern die Einweihung der Schnellladesäule in Lambsheim.

Mit dem Satz „Was lange währt, wird endlich gut“, leitete Michael Reith, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim den Rückblick auf den gesamten Entscheidungsprozess bis zur Realisierung der E-Tankstelle in Lambsheim ein. „Mit der Schnellladesäule haben wir einen Meilenstein des Klimaschutzkonzeptes der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim erledigt“, betonte Reith. Entscheidend für das Vorhaben war die Aufnahme im Förderprogramm SLAM – Schnellladenetz für Achsen und Metropolen, mit einer Förderung von 50 Prozent der Projektkosten.

„Statt allein den Dieselmotor zu verteidigen, sollte sich die deutsche Automobilindustrie stärker um ihren Rückstand in der E-Mobilität kümmern“, sagte Michael Wahl, Geschäftsführer von GAIA. Denn während in Deutschland nur jedes 200. neu zugelassenes Auto ein E-Fahrzeug ist, sind einige Nachbarländer bereits viel weiter. So beispielsweise Norwegen, wo jedes drittes neu zugelassenes Auto einen elektrischen Antrieb hat. Selbst China hat eine Quote für Elektrofahrzeuge von acht Prozent der neu zugelassenen Autos festgelegt, die ab 2018 in Kraft tritt. Diese Quote soll sich jährlich um zwei Prozent erhöhen.

André Debatin, Leiter Photovoltaik bei GAIA, Michael Wahl, Geschäftsführer von GAIA und Michael Reith, Bürgermeister Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim (v.l.n.r.)

Unter den rund 50 Gästen waren Mitglieder des Vereins Electric Vehicle Rhein-Neckar (EVRN). Sie kamen mit den E-Autos und präsentierten so eine beeindruckende kleine Ausstellung an bereits zugelassen E-Fahrzeuge. Sie waren die ersten offiziellen Kunden, die ihre E-Fahrzeuge aufladen durften. An dem Tag war das Aufladen kostenlos. Sonst brauchen Nutzer eine RFID-Karte zum Bezahlen. Die RFID-Karte erhalten Autofahrer im Internet über den Dienstleister TheNewMotion.

An der Schnellladesäule mit zwei Parkplätzen können zwei Autos gleichzeitig laden. Die Ladesäule ist mit zwei Steckern ausgestattet: Die ABB-Ladesäule ist mit der Combined Charging System - Technik (CCS) und mit dem Typ-2-Stecker ausgestattet. Die CCS-Technik erlaubt das Auto mit Gleichstrom (DC) aufzuladen, während der Typ-2-Stecker das Laden mit Wechselstrom (AC) ermöglicht. Diese Technik ist inzwischen in Europa die Norm und speziell die deutschen Automobilhersteller setzen darauf.

Ein Touchdisplay erleichtert es dem Nutzer, die erwünschte Ladeverbindung zu steuern und das Elektroauto innerhalb von 15 bis 30 Minuten voll aufzuladen. Über den Stecker Typ 2 kann eine Ladeleistung bis zu 40 Kilowatt (AC) und über das CSS-System bis zu 50 Kilowatt (DC) abgerufen werden.

„Wichtig ist, dass über den Klimaschutz nicht nur geredet, sondern auch durch entsprechendes Handeln hierzu aktiv beigetragen wird“,”

Michael Reith
Bürgermeister Verbandsgemeinde Lambsheim - Heßheim

Seit 2015 steht auf dem Gelände der Firma GAIA eine Ladesäule mit einem CHAdeMO-Stecker. Dieses System ist vor allem bei asiatischen Fahrzeugen die Regel. Mit beiden Elektroladestationen können in Lambsheim alle E-Autos aus der Region ihre Batterien aufladen. Beide Schnellladestationen in Lamsbheim beziehen Ökostrom und sorgen somit für eine eimissionsfreie Fahrt mit dem Elektroauto.

Die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim steht bereits mit den Vertretern des örtlichen Unternehmens GAIA in Kontakt, um gemeinsam weitere Meilensteine des Klimaschutzkonzepts umzusetzen. Geplant ist beispielsweise eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude der Feuerwehr Lambsheim zu errichten.

„Wichtig ist, dass über den Klimaschutz nicht nur geredet, sondern auch durch entsprechendes Handeln hierzu aktiv beigetragen wird“, so Bürgermeister Reith.