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Erste Anlage mit 159 Metern Nabenhöhe im Windpark Mainz-Hechtsheim

Die Firma GAIA baut die erste Enercon-Anlage vom Typ E-141 mit einer Nabenhöhe von 159 Metern in Rheinland-Pfalz. Beitrag zum Klimaziel der Stadt Main, bis 2050 Klimaneutral zu sein.

16. Mai 2019

Lambsheim/Mainz-Hechtsheim – Seit Anfang Mai laufen auf der Gemarkung Mainz-Hechtsheim die Bauarbeiten für das Fundament der neuen Windenergieanlage, welche laut Bauzeitenplan bis Ende des Monats abgeschlossen sein werden. Bereits Anfang März hatte das Planungsbüro aus Lambsheim mit den Vorarbeiten zur Vorbereitung der Baustelle, wie beispielsweise der Zuwegung, begonnen. Die Windenergieanlage ist ein Gemeinschaftsprojekt von GAIA mit ihrem Kooperationspartner, der wpd onshore GmbH & Co. KG aus Bremen.

Der Standort der neuen Windenergieanlage befindet sich westlich des Wirtschaftsparks Rhein-Main und stellt die zweite Anlage dar, die GAIA an diesem Standort umsetzt. Bereits im Jahr 2000 hatte GAIA hier eine Enercon Anlage des Typs E-40 gebaut. „Als Mainzer freut es mich besonders, dass wir im Jahr unseres 20-jährigen Bestehens dieses Projekt in Mainz realisieren können“, sagt Torsten Szielasko, Geschäftsführer von GAIA.

„Der aktuelle Bauzeitenplan sieht vor, dass bis Anfang Juni die Betonfertigteile für den Turm angeliefert werden. Die großen Turmteile wie Stahlsektionen, das Maschinenhaus und die Rotorblätter werden in der zweiten Jahreshälfte geliefert und errichtet. Die Inbetriebnahme der Anlage ist nach einer Phase des Probebetriebs für Anfang 2020 geplant“, sagt Tobias Zinsser, Projektleiter von GAIA.

 

Größere Höhe, mehr Leistung

Die Anlagen vom Typ E-141 des deutschen Herstellers Enercon wurden speziell für Binnenlandstandorte bis mittlerer Windgeschwindigkeit entwickelt. Die neue Anlage in Mainz-Hechtsheim verfügt über eine Nennleistung von 4,2 Megawatt und weist die höchste Nabenhöhe für diesen Anlagentypen auf. Bei einer Nabenhöhe von 159 Metern und einem Rotordurchmesser von 141 Metern beträgt die Gesamthöhe 229,5 Metern über Grund. „Damit ist sie eine der ertragsstärksten Anlagen für Windenergiestandorte an Land“, sagt Zinsser.

Ab dem Frühjahr 2020 erzeugt die Anlage dann über 10 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von über 3.000 Durchschnittshaushalten, die mit klimafreundlichem Strom versorgt werden können. Außerdem erzielt die Anlage damit eine jährliche Einsparung von über 7.000 Tonnen CO2-Emissionen. „Damit trägt das Projekt maßgeblich zur Förderung der Energiewende vor Ort bei sowie zu den definierten klimapolitischen Zielen der Stadt Mainz, bis 2050 klimaneutral zu sein“, betont Tobias Zinsser.

 

Langwierige Planung bis zur Umsetzung des Projektes

Ende 2017 erhielt GAIA die Baugenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) von der zuständigen Behörde, dem Grün- und Umweltamt der Stadt Mainz. Anschließend erhielt sie in der Ausschreibungsrunde im Februar 2018 den Zuschlag der Bundesnetzagentur. Bevor GAIA mit den Bauarbeiten am Standort startete, finalisierte sie die bauvorbereitenden Maßnahmen wie zum Beispiel das Verkehrskonzept und die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen für den Feldhamster sowie die Feldlerche.

GAIA hat das Windenergieprojekt von Beginn an federführend betreut und vor über zweieinhalb Jahren mit der konkreten Planung begonnen. Aufgrund der Wind- und entsprechenden Ertragsstärke sowie der bereits bestehenden Infrastruktur im Planungsgebiet hatte der Standort für den Projektentwickler von Beginn an ein hohes Akzeptanzpotenzial. Bevor der Genehmigungsantrag für das Windenergieprojekt eingereicht werden könnte, führten externe Gutachter umfangreiche Untersuchungen zu Flora und Fauna, vor allem zu Avifaunistik und Fledermäusen sowie zu weiteren genehmigungsrelevanten Belangen durch.

Die Stadt Mainz hatte die Fläche im Rahmen der Teilfortschreibung des Flächennutzungsplanes als Vorrangfläche für die Nutzung von Windenergie bereits 2012 rechtskräftig ausgewiesen. An diesem Standort befinden sich derzeit bereits sechs Bestandsanlagen.