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Krise der Windenergie in Deutschland: Projektentwickler GAIA fordert Politik zum Handeln auf

05. September 2019

Pünktlich zum Windkraft-Gipfel des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier hat der rheinland-pfälzische Projektentwickler GAIA ein Aktionsprogramm zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland zusammengestellt. In dem Positionspapier fordert der mittelständische Betrieb als erstes deutsches Planungsunternehmen konkrete Handlungsmaßnahmen, um den aktuellen Stillstand beim Ausbau der Windenergie zu beenden. GAIA verschickt das Aktionsprogramm in den kommenden Tagen an alle Bundestagsabgeordneten.

„Mit unseren Forderungen greifen wir die Sorgen und Nöte vieler kleiner und mittelgroßer Projektierer sowie Bürgerenergiegesellschaften auf, die derzeit von der Politik nicht gehört werden“, erklärt GAIA-Geschäftsführer Torsten Szielasko. Das Unternehmen mit 20 Jahren Branchenerfahrung sieht sich als Pionier in der Umsetzung der Energiewende. Es kritisiert den aktuellen Einbruch in der Windenergie und die rechtlichen Hemmnisse beim Photovoltaikausbau.

Forderungen gehen über bisherige Aktionspläne hinaus

„Leider scheuen sich Verbände wie der BWE, manche Themen konkret anzusprechen. Als erfahrene Projektierer können wir aber genau einschätzen, welche rechtlichen Stellschrauben gedreht werden müssen, um kurzfristig mehr Akzeptanz und erfolgreichere Genehmigungen zu erreichen“, erläutert Szielasko. Im Aktionsprogramm macht GAIA erstmals praxisnahe Vorschläge, wie eine gerechtere Pacht- und Gebührenordnung für Kabel- und Wegeentgelte aussehen könnte. Dies käme vor allem den Kommunen zugute.

Zudem macht sich das Unternehmen für flexiblere Abstandsregelungen und den Ausbau mittelgroßer Anlagen mit einer Gesamthöhe von weniger als 150 Metern stark. Über die „De-Minimis“-Regelung der EU hätten auch kleinere Anlagen gute Chancen, schnell gebaut und wirtschaftlich betrieben werden zu können. Weitere Maßnahmen zielen vor allem darauf, die Akzeptanz von Windkraftanlagen vor Ort zu stärken und Planern und Projektentwicklern durch bundesweit einheitliche Regelungen eine wirtschaftliche Perspektive sowie Planungssicherheit zu bieten.

GAIA bezieht Solarenergie ein

„Durch die voranschreitende Mobilitäts- und Wärmewende wird in den kommenden Jahren noch viel mehr Strom benötigt. Als Projektentwickler für Wind- und Photovoltaikanlagen fordern wir daher den konsequenten Ausbau aller erneuerbaren Energien“, macht Szielasko klar. So hat auch die Photovoltaikbranche mit bürokratischen Hemmnissen wie einer Ausbaudeckelung oder Einschränkungen im Baugesetz zu kämpfen.

Da die Planung von größeren Solarparks recht schnell vonstattengeht, hätte man durch eine gezielte Förderung die Möglichkeit, dem aktuellen Ausbaueinbruch bei der Windenergie effektiv entgegenzuwirken. Auch bei der Speichertechnologie gebe es laut Szielasko noch viel zu viele Investitionshürden, die dringend beseitigt werden müssen, um die Netzstabilität zu erhöhen und die Stromversorgung in Deutschland zukunftsfähig zu machen.