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Neue Hechtsheimer Windenergieanlage speist ersten Strom ins Netz ein

21.11.2019

Die neue Enercon-Anlage im Windpark Mainz-Hechtsheim hat sich am vergangenen Mittwoch zum ersten Mal gedreht und die erste Kilowattstunde ins Netz der Mainzer Netze eingespeist. Somit befindet sich die Anlage aktuell im Probebetrieb und soll bis Ende November in den regulären Dauerbetrieb übergehen.

Lambsheim/Mainz – „Die GAIA bedankt sich bei allen Planungs- und Baubeteiligten für eine reibungsfreie Umsetzung und freut sich, dass die realisierte WEA in Hechtsheim trotz einer umfangreichen Inbetriebnahmephase nun ca. 3 Monate vor ursprünglich geplanter Fertigstellung und rechtzeitig zur globalen Klimaschutzdemo am 29.11. an’s Netz geht“, sagt Torsten Szielasko, Geschäftsführer von GAIA mbH. Die Anlage vom Typ E-141 verfügt über eine Nennleistung von 4,2 Megawatt und weist die höchste Nabenhöhe für diesen Anlagentypen auf. Bei einer Nabenhöhe von 159 Metern und einem Rotordurchmesser von 141 Metern beträgt die Gesamthöhe 241 Metern über Grund.

Gemäß unabhängiger Windgutachten soll das Windrad über 10 Millionen Kilowattstunden im Jahr erzeugen, was dem jährlichen Strombedarf von über 3.000 Durchschnittshaushalte entspricht. Somit werden ab Ende November mehr als 10.000 Mainzer mit Windstrom versorgt. Außerdem werden mit dieser Windenergieanlage jährlich rund 7.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Die Anlage war Mitte September äußerlich fertig errichtet worden. Anschließend begannen Arbeiten zur Innenausstattung und Netzanbindung der Anlage. In den letzten Wochen wurden Schaltanlagen, Kabel, Kommunikationssysteme, Anlagenrechner und Aufzug installiert.

Sicherung des einwandfreien Betriebs und Rückbau der Vormontage-Flächen

Mit der Inbetriebnahme der Anlage werden alle Komponenten, die den Betrieb und die Sicherheit beeinflussen können, abgenommen. Das ist notwendig, um die Freigabe zur Einspeisung vom Netzbetreiber zu erhalten. Zurzeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Messungen und Testläufe im Bereich der Zuschaltung der Windenergieanlage ins öffentliche Netz durchgeführt. Diese Testläufe dienen dazu, die Regelbarkeit, Fernsteuerbarkeit und Fernüberwachung der Anlage zu prüfen und einzurichten.

Parallel zu der Inbetriebnahme der Anlage laufen außerdem die Rückbauarbeiten der Baustelle wie beispielsweise der Vormontage-Flächen, der Kranausleger-, der Bodenlager- und Blattlagerfläche. Alle diese Flächen werden in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Einzig die Kranstellfläche vor der Windenergieanlage bleibt dauerhaft geschottert und somit teilversiegelt.

„GAIA legt bei allen Projekten viel Wert darauf, den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten. Ebenfalls beim Rückbau der Baustelle spielt die Wiederverwertung des benutzen Materials eine wichtige Rolle“, sagt Projektleiter Tobias Zinsser. Deshalb ist es geplant, die Erde, die für das Fundament aus dem Boden ausgetragen wurde, in Abstimmung mit den Flurstückeigentümern wieder auf den Acker einzubringen. Auch den Schotter aus der Vormontage-Fläche versucht das Unternehmen dafür einzusetzen, die kommunalen Bestandswege zu verbessern beziehungsweise wieder instand zu setzen.

Die Windenergieanlage ist ein Gemeinschaftsprojekt von GAIA und ihrem Kooperationspartner, der wpd onshore GmbH & Co. KG aus Bremen. Alle Fäden bei der Planung und Errichtung der Windenergieanlage liefen bei der GAIA zusammen. Das GAIA-Team der technischen Betriebsführung wird später vor Ort die Wartung der Windenergieanlage übernehmen.

„Im Frühjahr möchten wir die Windenergieanlage einweihen und die Öffentlichkeit dazu einladen“, sagt Tobias Zinsser. Wann genau die Einweihung stattfinden soll, wird der Projektierer aus Lambsheim rechtzeitigt veröffentlichen.

Das neue Windrad E-141 im Windpark Mainz-Hechtsheim