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Neue Windenergieanlage auf Lambsheimer Gemarkung

18. Dezember 2018

GAIA baut eine neue Windenergieanlage auf einem Grundstück der Gemeinde Lambsheim. Die Nordex-Anlage vom Typ N-117 hat eine Gesamtleistung von 2,4 Megawatt. Der Rotordurch-messer beträgt 117 Meter und die Nabenhöhe 141 Meter. Die Inbetriebnahme ist für November 2019 geplant.

Lambsheim, 18.12.2018 – Die Vorbereitungen für den Bau der Windenergieanlage laufen bereits. „In den kommenden drei bis vier Wochen bauen wir die Zuwegungen aus. Damit machen wir die Wege lastfähig für den Schwertransport der Bauteile für den Turm, des Maschinenhauses und der Rotorblätter“, erklärt Thomas Diehl, Projektleiter von GAIA. In dieser Zeit führt GAIA mehrere Maßnahmen durch, teilweise parallel: Sie legt die Kranstellfläche auf dem Standortflurstück an, hebt die Baugrube für das Fundament aus und verlegt die unterirdische Kabeltrasse.

Der aktuellen Bauzeitenplan sieht vor, dass bis Anfang Juni 2019 die Bauarbeiten für das Fundament abgeschlossen sein werden und die Betonfertigteile für den Turm angeliefert werden. Ab Ende Juli werden die großen Turmteile wie die Stahlsektionen, das Maschinenhaus und die Rotorblätter angeliefert. Parallel dazu wird der große Raupenkran errichtet, um die Stahlsektion, das Maschinenhaus und die Rotorblätter hochzuziehen. Die Rotorblätter werden vorab am Boden montiert und im „Stern“ bis zur Nabe gezogen und befestigt. Die Inbetriebnahme der Windenergieanlage ist nach einer Phase des Probebetriebs für November 2019 geplant.

 

Dieser Anlagentyp wurde speziell für Binnenlandstandorte bis mittlerer Windgeschwindigkeit entwickelt. Der Turm der Anlage ist ein Hybridturm, welcher sich aus Betonringen und Stahlelementen zusammensetzt, um die Transportlogistik zu erleichtern. Gemäß den aktuellen landesplanerischen Vorgaben müssen Windenergieanlagen einen Mindestabstand von 1.000 Metern zur nächstgelegenen Wohnbebauung einhalten. Die neue Lambsheimer Anlage erfüllt diese Abstandsvorgaben. So beträgt der Abstand bis Hessheim circa 1400 Meter, bis Lambsheim circa 1300 Meter und bis Ormsheimer Hof circa 1700 Meter.

Der Projektierer aus Lambsheim hatte bereits 2012 mit der ersten Planung der Anlage begonnen. 2014 beschloss die Gemeinde die Erweiterung der bestehenden Flächen für Windenergie auf Lambsheimer Gemarkung. Ende 2016 erhielt GAIA die Genehmigung für das Windenergieprojekt. Anschließend erhielt GAIA in der Ausschreibungsrunde im Februar 2017 einen Zuschlag der Bundesnetzagentur, im Rahmen dessen die gesetzliche Förderung per Auktion festgesetzt wurde.

Die zwei bestehenden Enercon-Anlagen, die ebenfalls durch GAIA errichtet wurden, sind etwas kleiner als die Nordex-Anlage: Sie haben eine Nennleistung von jeweils 2 Megawatt, die Nabenhöhe der Anlagen beträgt 108 Meter und der Rotordurchmesser 82 Meter.