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Neuer Betreiber für Lambsheimer Windenergieanlage

Donnerstag, 10. September 2020

Die Windenergieanlage vom Typ Nordex N-117 mit 2,4 Megawatt Leistung der GAIA mbH hat einen neuen Betreiber. Der Investor, eine norddeutsche Investorengruppe, betreibt schon seit zehn Jahren Windenergieparks. „Wir freuen uns über die erfolgreiche Übergabe der Projektgesellschaft der Windenergieanlage an den neuen Betreiber. Vor allem die langjährige Erfahrung und Professionalität der Investorengruppe sowohl bei den Vorgesprächen als auch bei den Verhandlungen hat uns überzeugt“, sagt Michael Wahl, Geschäftsführer von GAIA.

Die Windenergieanlage, die am 23. Januar 2020 in Betrieb genommen wurde, errichtete GAIA als Generalunternehmen mit eigener Finanzierung. Das Unternehmen trug dadurch alle Risiken der Investition. „Dank unserer langjährigen Erfahrung konnten wir jederzeit die Risiken gut abschätzen und am Ende dem Investor die Windenergieanlage schlüsselfertig übergeben. Somit haben wir auch einen höheren wirtschaftlichen Mehrwert erzielen können“, sagt Wahl.

Neuer Betreiber für die Nordex-Anlage in Lambsheim

Die Nordex-Windenergieanlage vom Typ N-117 hat eine Leistung von 2,4 Megawatt (MW). Diese ist die dritte Windkraftanlage von GAIA in Lambsheim.

Die technische Betriebsführung der Windenergieanlage übernimmt weiterhin die GAIA. Mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 5.400.000 Kilowattstunden (kWh) liefert die Windenergieanlage sauberen Strom für rund 1.600 Dreipersonenhaushalte.

Der Bau der Windenergieanlage am Standort des GAIA-Firmensitzes war ein wichtiges Anliegen des Windenergieexperten, um den Klimaschutz und die Energiewende vor Ort voranzutreiben sowie um die Lambsheimer Gemeinde an den finanziellen Vorteilen der Windenergie teilhaben zu lassen. So profitiert die Gemeinde mindestens 20 Jahre lang von regelmäßigen Pachteinnahmen und möglichen Gewerbesteuern. Außerdem wird der erzeugte Strom ins Ortsnetz von Lambsheim eingespeist und vor Ort verbraucht.

Auch die Lambsheimer Gemeinde war an dem Projekt interessiert. Bereits 2013 wurden die ersten Pachtverträge unterschrieben. „Allerdings stellte sich die Realisierung der Windenergieanlage durch die lange Suche nach dem geeigneten Standort und durch die Abstimmungen auf Gemeinderatsebene bis zum Vertragsabschluss als sehr komplex und langwierig heraus“, sagt Wahl.

Bei allen Windenergieprojekten legt das Unternehmen Wert darauf, für notwendige Arbeiten vor, während oder nach der Bauphase Firmen aus dem näheren Umfeld zu beauftragen. So wurde beispielsweise ein lokales Tiefbauunternehmen während der Bauphase in das Projekt eingebunden.

Die Genehmigungsbehörde des Rhein-Pfalz-Kreises erteilte GAIA eine Auflage zum Schutz der Feldlerche, die eine Einfärbung der unteren Turmsegmente der Windenergieanlage mit Braun- oder Grüntönen vorsah. Da es keine konkreten Vorgaben seitens der Behörde gab, durfte nach Abstimmung mit Nordex die Tochter des Projektleiters Thomas Diehl die Farbabstufung festlegen.