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Windenergieprojekt in Hüttersdorf geht in die nächste Phase

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) erteilt immissionsschutzrechtliche Genehmigung

01. März 2019

Gemeinsame Pressemitteilung

Schmelz. Hüttersdorf. Zwei Windenergieanlagen will die EnBW Windkraftprojekte GmbH künftig in Schmelz-Hüttersdorf betreiben. Jetzt hat das Unternehmen in Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Spezialisten für erneuerbare Energien GAIA erfolgreich das Antragsverfahren abgeschlossen: Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) hat das Projekt dieser Tage bewilligt.

„Auf das Ergebnis mussten wir zwar über drei Jahre warten, aber wie so oft wird gut, was lange währt“, freut sich EnBW-Projektleiter Christian Sträßer. Ursprünglich wurden die Standorte für die beiden Windenergieanlage bereits im Jahr 2016 im Rahmen des interkommunalen Vorhabens der Gemeinden Beckingen, Nalbach und Schmelz zum Windprojekt Primsbogen beantragt. Nachdem die Gemeinden Beckingen und Nalbach sich unerwartet vom Projekt zurückgezogen hatten, musste ein neuer Genehmigungsantrag für die beiden Standorte in der Gemeinde Schmelz gestellt werden.

Im Rahmen des nun abgeschlossenen Genehmigungsverfahrens hatte die Behörde – wie im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgelegt – überprüft, ob in dem betreffenden Gebiet Umwelt und Windenergie miteinander vereinbar sind. „In einem solchen Verfahren werden die Auswirkungen einer Anlage auf Mensch, Umwelt und Sachgüter berücksichtigt. So wurde im Vorfeld unter anderem das Aufkommen „windkraftempfindlicher“ Vogel- und Fledermausarten untersucht sowie Schall- und Schattengutachten erstellt“, erklärt Dominik Eichert, Projektleiter von GAIA. Auch die Träger öffentlicher Belange – wie beispielsweise die Kommunen, Umweltverbände oder bedarfsweise auch die Flugsicherung – sind dabei mit eingebunden.

„Mit der jetzt erteilten Genehmigung haben wir aber erst ein Etappenziel erreicht“, erklärt Sträßer. Denn bevor das Projekt umgesetzt werden kann, muss die EnBW mit ihren beiden Anlagen noch in ein Ausschreibungsverfahren, bei dem die Vergütungshöhe für den produzierten Strom ermittelt wird. Die EnBW wird sich voraussichtlich an der kommenden Ausschreibungsrunde am 1. Mai beteiligen. Da aktuell das Wettbewerbsniveau für Onshore-Windenergieanlagen aufgrund fehlender Neugenehmigungen niedrig und unterzeichnet ist, rechnet Sträßer mit einem Zuschlag und sogar einer relativ hohen Vergütung. In diesem Fall würden im Herbst die Arbeiten vor Ort mit den ersten Rodungsarbeiten starten. Eine Inbetriebnahme der Anlagen wäre dann bis Ende 2020 realistisch.

Ob es bei zwei Windenergieanlagen im Planungsgebiet bleibt, ist noch offen. „Es laufen derzeit Gespräche und Verhandlungen zur Erweiterung des Windparks“, so Christian Sträßer. Zum Bau vorgesehen sind Anlagen des Herstellers Nordex mit einer Nabenhöhe von 164 Metern und einen Rotordurchmesser von 131 Metern. Die Anlagen haben jeweils eine Leistung von 3,3 Megawatt. Vor Baubeginn wird die Bevölkerung ausführlich über das Projekt und den weiteren Ablauf informiert.

Ein Projekt der GAIA mbH und der EnBW AG